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GESCHICHTE
Musignano

Der Name "Musignano" ist deutlich romanischen Ursprungs (ca. 5.-6. Jahrhundert) und bezeichnete eine Siedlung, deren Name wahrscheinlich von dem seines Grundbesitzer herrührte. Der Hof wird zum Zentrum der Ansiedlungen auf den fruchtbaren Hügeln, auf dem er sich befand, und die er verwaltete.

In einer Urkunde aus dem Jahr 780 wird eine Kirche San Quirico a Musignano erwähnt, um die Frömmigkeit und die christliche Ergebenheit der Gemeinde hervorzuheben. Es handelt sich dabei unter anderem um die erste Erwähnung Cerretos in den Karten des Mittelalters. Der Hof von Musignano befand sich auf einer der Hauptverbindungßtraßen, die das mittlere Arnotal mit dem Montalbano verbanden, und beherrschte eine bedeutende Waßerstraße: den Padule, heute ein Feuchtgebiet zwischen Fucecchio und Monsummano. Aus diesem Grund wurde das Gebiet von zwei großen feudalen Familien begehrt, zuerst von den Grafen Cadolingi, dann von den Grafen Guidi, die daraus eine befestigte Siedlung machten.

Mit dem Tod von Ugo III. im Jahr 1113, dem letzten Abkömmling der Cadolingi, nahmen nämlich die Grafen Guidi die Burg in Besitz. Die Guidi waren bereits Herren der Burgen von Cerreto, Vinci und Larciano und beherrschten die westlichste Straße des Montalbano. Diese Besitztümer werden von den schwäbischen Kaisern bis Mitte des 13. Jahrhunderts bestätigt, als sich die Gebiete der Gemeinden Lucca, das sich Fucecchio einverleibt, und Florenz ausweiten. Die Familie Guidi verkauft in jener Zeit der Stadt Florenz den größten Teil ihrer Güter und Burgen, darunter Empoli, Vinci, Petroio, Cerreto und Musignano.

In der Verkaufsurkunde zwischen der Familie Guidi und Florenz aus dem Jahr 1255 erscheint "...corte Musignani".

Der Verkauf wird im Jahr 1273 bestätigt und damit endgültig. Das Gebiet wird von diesem Zeitpunkt an ein Teil des florentinischen "contado", der Landgebiete des Stadtstaates, obwohl es weiterhin zur Diözese Lucca gehört. Mit der Zeit weitet sich Stabbia mehr und mehr in die Ebene aus, wo die Medici, die an der Jagd, der Fischerei und der Trockenlegung der Ebene intereßiert sind, das Gebiet gemäß des nunmehr erprobten Systems von Villa und Gutshof umstrukturieren.

Die im Feuchtgebiet erfolgten Arbeiten wirkten bestimmend auf die gesamte Umgebung, wobei insbesondere die Fischerei in Aufwind geriet. Diese Entwicklung bedeutete unter anderem einen Einwanderungsfluß auch aus fernen Landesteilen. Heute erhebt sich Musignano in einer dominanten Position im Mittelpunkt einer Landschaft großer naturalistischer Reize.